Koordinationsleiter

Die Koordinationsleiter – was ist das?

Früher nur sehr selten genutzt ist die Koordinationsleiter inzwischen ein unverzichtbares Trainingsinstrument im Training verschiedenster Sportarten geworden. Koordinationstraining gehört mittlerweile zum Standardrepertoire von Fussball-, Handball-, Leichtathletik- und Trainern vieler weiterer Sportarten, findet aber vor Allem in Ballsportarten Anwendung.

Aufbau

Eine Koordinationsleiter ähnelt von ihrem Aufbau her sehr einer Strickleiter. Arbeitete man zunächst mit „einfachen“ Koordinationsleitern, gibt es inzwischen auch immer mehr doppelte Koordinationsleitern, mit denen komplexere Schrittfolgen und damit Übungen möglich gemacht werden und (als Motivationsschub fürs Gruppentraining) Wettkämpfe durchgeführt werden können. Wettkämpfe können aber auch leicht mit zwei einfachen Leitern durchgeführt werden.

Die Koordinationsleiter hat mehrere stabile Sprossen, welche im Optimalfall in ihren Abständen verstellbar sind, wodurch der Schwierigkeitsgrad von Übungen dem Leistungsstand des/der Trainierenden entsprechend angepasst werden kann.

Koordinationsleiter

Koordinationsleiter

Wirkungsweise

Das Training mit der Koordinationsleiter kann sehr komplex sein – die Basis jeder Übung sind allerdings die Schrittfolgen, auch „Steps“ genannt. Dies reicht von sehr einfachen Übungen, wie z.B. ein Fußkontakt zum Boden je Zwischenraum, bis zu sehr komplexen Abläufen, die neben der Bewegungsfähigkeit auch noch das Gehirn trainieren können (Stichwort „Life Kinetik“ http://www.lifekinetik.de/). Das Ziel des Koordinationstrainings ist es, die gewünschten Steps flüssig durchführen zu können und dabei mit anhaltendem Training die Bodenkontaktzeit der Füße so weit wie möglich zu verringern. Dabei wird nicht nur der Bewegungsapperat geschult, sondern auch das Gehirn: Durch immer neue Übungsvarianten und Schrittfolgen wird das Gehirn des/der Trainierenden angeregt neue Verbindungen aufzubauen, die das korrekte Ausführen und schnellere Erlernen neuer Schrittfolgen ermöglichen. Das Gehirn lernt also einerseits, Bewegungsabläufe schneller auszuführen und andererseits das schnellere Umsetzen unbekannter Bewegungsabläufe – das Gehirn lernt motorisches Lernen.

Ziele

Das Training mit der Koordinationsleiter hat mehrere, teilweise schon genannte, Ziele:

  • Geschmeidigere, flüssigere Bewegungen
  • Schnellere Aufnahmefähigkeit für bisher unbekannte Bewegungsabläufe
  • Schnellere Ausführung von Bewegungen (schnellere Reaktion!)
  • Erhöhung der Laufgeschwindigkeit durch verbesserte Lauftechnik und kürzere Bodenkontakte
  • Bessere Übergänge zwischen verschiedenen Bewegungsabläufen (im Fußball z.B. über einen grätschenden Verteidiger hinwegspringen und direkt im Anschluss einen Torschuss abgeben)

Für den Fall, dass Sie eine oder mehrere Leitern benötigen werden sie hier fündig.