Koordination

Koordination – was ist das?

Nervensystem und Muskeln. Das Zusammenspiel dieser Beiden innerhalb eines Bewegungsablaufes wird im Sport als Koordination bezeichnet. Um koordinative Fähigkeiten näher zu beschreiben, hier ein Beispiel:

Ein Fußballer wurde gerade mit einem hohen Pass auf das gegnerische Tor zugeschickt und führt nun einen Zweikampf mit seinem direkten Gegenspieler um den Ball. Hierbei muss der Sportler nun zunächst auf äußere Reize reagieren. Er erkennt, dass der Ball fliegt und ebenso, dass er einen Gegenspieler in der Nähe hat. Der erste Schritt der Koordination ist in diesen Fall getan, denn der Sportler reagiert, indem er sich in Richtung des Balles bewegt.

Nun geht es in Richtung des Zweikampfes: Der Sportler muss sich orientieren (wo bin ich, wo ist der Gegenspieler und wo ist der Ball?), die Flugbahn und Geschwindigkeit des Balles erfassen. Er startet nun einen Sprint zum Ball, nachdem er berechnet hat, wo der Ball aufkommen wird und auf welcher Strecke er den Ball an seinem Zielort schnellstmöglich erreichen kann. Hier kommt nun die Differenzierungsfähigkeit zum tragen: Er sprintet in Richtung Ball, muss zeitgleich auf seinen ebenfalls gestarteten Gegenspieler achten und vermutlich mit Muskelkraft gegen diesen ankämpfen. In diesem Zweikampf zählt neben der Kraft vor allem auch der Gleichgewichtssinn, damit der Sportler nicht abgedrängt wird oder gar hinfällt.

Der Gegenspieler versucht nun mit Antäusch-Bewegungen den Weg zum Ball freizubekommen, worauf unser Sportler sofort reagieren und sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen, im Vergleich zur vorherigen Situation also umstellen, muss. Gleichzeitig muss er anhand des Lauf-Rhythmus seines Gegenspielers erkennen, wie er seinen eigenen Lauf (Schrittlänge, Schrittgeschwindigkeit) anpassen muss, um den entscheidenden Schritt vor seinen Gegner zu bekommen. Für die Bewältigung dieser Aufgabe ist die Rythmisierungsfähigkeit zuständig.

Schließlich hat er es geschafft und den Ball vor sich. Aufgrund des Zweikampfes allerdings nicht am Boden, sondern bereits wieder abgesprungen und in der Luft. Um den Ball nun mit einem Kopfball auf das Tor zu bringen müssen mehrere verschiedene Körperteile zusammenspielen und die vorhandene Bewegungsenergie und Muskelkraft auf den Ball übertragen. Dies ist Aufgabe der Kopplungsfähigkeit, die dafür zuständig ist (in diesem Fall) die Bewegungsenergie des Laufens für den Absprung und die Muskelkraft des Rückens für die Kraftübertragung vom Rücken über den Kopf zum Ball zu nutzen.

koordinative Fähigkeiten

koordinative Fähigkeiten

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